Kath-News

Nachrichten aus der Kirche

Benedikt XVI. hat bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch erneut um Gebet für sein Pontifikat gebeten. An diesem Donnerstag begeht der Papst den siebten Jahrestag seines Pontifikates. Dazu sind in diesen Tagen zahlreiche Würdigungen in Kirche, Politik und Gesellschaft zu hören. Radio Vatikan hat einige von ihnen eingefangen. Viele der Gratulanten waren zum 85. Geburtstag des Papstes am Montag in Rom, darunter Alois Glück, Vorsitzender des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof der lutherischen Kirche Bayerns sowie Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und ehemalige Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Quelle: radio vatikan

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  • Kurt Appel, Professor für Theologische Grundlagenforschung an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, warnt die Kirche davor, dass diese wie eine Behörde oder ein Unternehmen geführt werde: “Die Kirche sollte sich nicht staatlicher Gewaltmittel wie Zwangsexekutionen bedienen.” Dies berichtet der “Standard”.

    Der Theologe sieht in der Kirchensteuer einen doppelten Konstruktionsfehler: “Diese Behördenmentalität widerspricht dem Wesen der Kirche. Auflerdem ist der Hass auf die Kirche in keinem Land so ausgeprägt wie hier, das hängt auch mit der Kirchensteuer zusammen.”

    Von einem Kulturbeitrag, den alle Bürger bezahlen, aber dafür über die Verwendung ihrer Gebühr, wie in Italien, mitreden können, hielte Appel viel. Das würde die Situation entkrampfen. Der Theologe warnt die Bewahrer des Kirchenbeitrags: “Wer die Kirche als Unternehmen versteht, versteht sie falsch.”

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  • Der koptische Papst Schenuda III. ist tot. Er ist am Samstag im Alter von 88 Jahren gestorben, meldete die staatliche ägyptische Nachrichtenagentur Mena. Er war in den vergangenen Jahren mehrfach zu medizinischer Behandlung an Leber, Darm und Lunge im Ausland.

    Am Abend versammelten sich in Kairo mehrere Tausend Kopten vor der Kathedrale von Kairo, um für Schenuda zu beten. Er stand für mehr als vier Jahrzehnte an der Spitze der koptisch-orthodoxen Kirche in Ägypten. Die Kopten sind die größte christliche Glaubensgemeinschaft im Nahen Osten. In Ägypten stellen sie knapp zehn Prozent der Bevölkerung, weltweit gehören rund zehn Millionen Menschen der koptischen Kirche an. Sie gilt als eine der ältesten christlichen Kirchen der Welt.

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  • Der Vatikan hat die bisherige Antwort der traditionalistischen Piusbrüder auf die kirchlichen Einigungsbemühungen als unzureichend bezeichnet. Ihnen wurde jetzt eine letzte Frist von einem Monat gesetzt.
    Bei einem Treffen übereichte der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal William Levada, am Freitag einen Brief des Papstes an den Oberen der Piusbruderschaft, (Bischof) Bernard Fellay. Die “Lefebvrianer” werden darin aufgefordert, ihre Position zu klären und einen Bruch zu vermeiden.
    Der Vatikan habe die im Jänner erfolgte Antwort der Bruderschaft auf die “Lehrmäßige Erklärung” nach eingehender Prüfung abgelehnt. Sie reiche “nicht aus um die lehrmäßigen Probleme zu überwinden, die dem Bruch zwischen dem Heiligem Stuhl und der Bruderschaft zu Grundel iegen”, heißt es in einer Mitteilung des Vatikan vom Freitag. Das Treffen sei von dem Bemühen bestimmt gewesen, einen “kirchlichen Bruch mit schmerzhaften und unkalkulierbaren Konsequenzen” zu vermeiden.
    Der Vatikan hatte den Piusbrüdern Mitte September 2011 zum Abschluss einer sich über eineinhalb Jahre erstreckenden Dialogrunde eine “lehrmä-ßige Präambel” zur Unterzeichnung übergeben. Dieser bislang nicht veröffentlichte Text enthält Kriterien zur Interpretation der katholischen Lehre und Bedingungen zur möglichen Überwindung der theologischen Differenzen zwischen dem Vatikan und den Traditionalisten, die seit 1988 von Rom getrennt sind.
    Zwischen Oktober 2009 und April 2011 hatten jeweils vier Experten der Vatikan-Kommission “Ecclesia Dei” und der Piusbrüder bei acht Sitzungen bestehende Lehrdifferenzen ausgelotet und Möglichkeiten einer Einigung erörtert.

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